Empathie, Wertschätzung, Echtheit – Abschied braucht Begegnung!

Vogt, Dietmar: Abschied braucht Begegnung
Dietmar Vogt
Die Personzentrierte Haltung als Chance und Grundkompetenz in Seelsorge und Krisenbegleitung.

Die Wirksamkeit des Personzentrierten Ansatzes (PzA) ist empirisch nachweisbar. Er ist attraktiv für Begleitende und Ratsuchende. Das gilt sowohl in der Gesprächspsychotherapie als auch in der Begleitung von Menschen in Krisensituationen durch Sozialarbeiter, Ehrenamtliche, Hospizler, Seelsorgende, Medizinerinnen und anderen. Dreh- und Angelpunkt des Ansatzes sind die drei Variablen Empathie, Wertschätzung und Echtheit sowie die dadurch gekennzeichnete Beziehung und Begegnung zwischen Begleitenden und Ratsuchenden.

In der Begegnung mit Sterbenden erweist sich die personzentrierte Haltung mit ihren Merkmalen als besonders hilfreich und angemessen. Der Vortrag beschreibt diesen Sachverhalt aus verschiedenen Blickrichtungen und vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Gestalt, in der Menschen ihr jeweils eigenes Sterben erleben. Desweiteren werden die Grundkompetenzen des PzA anhand von konkreten Situationen beschrieben. Dabei kommen auch Lebensbilanzen von Sterbenden in den Blick und damit verbundene Selbstaktualisierungen, die ein Mensch bei seiner Suche nach Sinn bis zum letzten Atemzug erleben kann.

In der Begleitung von Menschen zwischen Leben und Tod erweist sich der PzA als grundlegende Kultur der Begegnung, die den Menschen so wie er ist in seiner Ganzheit wertschätzt, wahr- und annimmt, ja sogar Wege eröffnen kann.

1960 in Bückeburg geboren. Abitur. Studium der Theologie in Münster und Göttingen, Pastor in verschiedenen Gemeinden der Landeskirche Hannovers, seit 2015 evangelischer Klinikseelsorger im Marien Hospital in Papenburg – Aschendorf und Beauftragter für Personzentrierte Seelsorge im Zentrum für Seelsorge der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Personzentrierter Ausbilder und Coach (GwG), wohnhaft in Leer in Ostfriesland.

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